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Dr.Dr.Joachim Pohl, Arzt für Allgemeinmedizin in Ascheberg, Neue Heimat 1, 
Mitglied des Plöner Ärztenetzes PNP, gepflegt )

 

Zu aktuellen Themen des Plöner Ärztenetzes, des Gesundheitswesens
oder der Gesundheitspolitik finden Sie hier      
                               
                                  Aktuelle Neuigkeiten

Die häufigsten Ursachen für Krebstod für Männer und Frauen in S.-H.

Krebstod


  Strahlenbelastung in Deutschland

Energiereiche Strahlung ist für den Menschen gefähr-
lich, denn sie kann das Erbgut schädigen. Eine zu ho-
he Strahlendosis kann beispielsweise eine Krebser-
krankung auslösen. Für Menschen, die beruflich einer
erhöhten Strahlung ausgesetzt sind, wurde deshalb in-
ternational der Grenzwert von höchstens 50 Millisie-
vert (mSv) pro Jahr festgelegt. In Deutschland ist je-
der Einwohner einer jährlichen Strahlenbelastung
von durchschnittlich 4,2 mSv ausgesetzt, also einer
Strahlung, die weit unterhalb des internationalen
Grenzwertes liegt. Den größten Anteil an der Strah-
lenbelastung in Deutschland haben mit 48 % die me-
dizinischen Untersuchungen wie Röntgen und Com-
putertomographien. Während die künstlichen Strah-
lungsquellen rein menschlichen Ursprungs sind, sind
die natürlichen Strahlungsquellen normaler Bestand-
teil unserer Umwelt. So ist Radon, ein natürlich vor-
kommendes radioaktives Gas, das aus Gestein und
Böden entweicht, mit 26 % die zweitgrößte aller
Strahlungsquellen. Der Mittelwert der natürlichen
Strahlung unterliegt je nach Höhenlage und Geologie
des Untergrunds starken Schwankungen. Am stärks-
ten ist die Strahlenexposition in Deutschland in eini-
gen Mittelgebirgen wie im Thüringer Wald, im Baye-
rischen Wald oder in Teilen des Schwarzwaldes.



                   

                              AIDS in der EU

Im letzten Jahr wurden aus den EU-Ländern rund 8 200 neue
Aids-Fälle gemeldet. Damit ging die Zahl der Neuerkrankungen
im Vergleich zu den Vorjahren erneut zurück. Das Land mit der
höchsten Zahl an Neuerkrankungen war Spanien mit knapp
2 300 Fällen. Bei den Infektionswegen liegen EU-weit inzwischen
heterosexuelle Kontakte vorne, während 33 % der Infektionen
mit Drogenkonsum zusammenhängen. Die Anteile der Übertra-
gungswege sind allerdings von Land zu Land sehr unterschiedlich.
So liegt in Spanien und Italien der Anteil der Drogenkonsumenten
an den Aids-Infizierten mit  über 60 % beträchtlich über dem
EU-Durchschnitt.

   

Quelle: Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 11/2002

 

 

 

 


          FSME-Risikogebiete in Europa (rot markiert) = Risikogebiete für

                             Hirnhauterkrankung  durch Zeckenbiß

                                    

             

                               Grippeimpfung

In den Risikogruppen der Kinder und der über 60-Jährigen liege die Durch-
impfungsrate gerade mal bei 50 Prozent, war bei einer Pressekonferenz der
Arbeitsgemeinschaft Influenza (AG!) zu erfahren. Alljährlich richtet die
Grippe verheerende Flurschäden an. Eine durchschnittliche  Influenzawelle
kostet in Deutschland 5000 bis 8 000 Menschen das Leben. In der letzt-
jährigen Saison waren nach vorläufigen Schätzungen gar mehr als 15 000
Grippetote zu beklagen. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Auch etwa
24000 Krankenhaus-Einweisungen und mindestens 1,5 bis 2 Millionen
Arbeitsunfähigkeiten bei den 16- bis 60-Jährigen gehören nach
RKI-Auskunft zur Bilanz der überaus starken Influenza-Aktivität 2002/2003

Viel Aufklärungsarbeit müssen auch die Hausärzte leisten. Denn diverse
Mythen um die Grippe Schutzimpfung halten sich in der Bevölkerung
"unglaublich hartnäckig", wie Prof. Peter Wutzier, AG!Beiratsmitglied von
der FriedrichSchiller-Universität in Jena, beklagte. Schier unausrottbar
sei beispielsweise das Vorurteil, die Impfung selbst könne Grippe auslösen.
Ärzte müssten ihren Patienten klar machen, dass "die Influenza ein schweres
Krankheitsbild ist, vor dem der Influenza-Impfstoff hervorragend schützt",
so Wutzier. Dafür sorgt ein globales Netz der Weltgesundheitsorganisation
WHO: In 110 Zentren, angesiedelt in 80 Ländern, werden die zirkulierenden
Influenzaviren ständig isoliert und typisiert.

"Die Hüllproteine der Viren verändern sich kontinuierlich. Deshalb gelingt
es den Erregern immer wieder, eine zuvor aufgebaute Immunität zu unter-
laufen", erläuterte RKI-Mitarbeiterin Brunhilde  Schweiger. Die Zusammen-
setzung des Impfstoffes wird den grassierenden Viren jedes Jahr neu angepasst.
Bislang mit Erfolg, wie Schweiger betonte: "Ein Rückblick auf die vergan-
genen zehn Jahre zeigt, dass die Impfstoff-Komponenten mit den jeweils
zirkulierenden Influenza Viren gut  übereinstimmen."



 

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